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Supritz fühlt sich von Lingener Verwaltung düpiert

Josefstraße
01. September 2010 0 Kommentare

von Ludger Jungeblut - Lingener Tagespost online

lj Lingen. Peter Supritz (SPD) wurde deutlich. In der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses im Rathaus warf er der Verwaltung vor, es bei der Umsetzung der Beschlüsse des Gremiums an der notwendigen Ernsthaftigkeit fehlen zu lassen.

Das Ratsmitglied stand mit dieser Meinung nicht allein. Auch andere Mandatsträger rügten, dass die Rotlichtüberwachungsanlage an der Josefstraße in Nähe der Josefkirche immer noch nicht installiert sei.

Irene Vehring (CDU) ärgerte sich darüber, dass die seit Jahren vom Ausschuss vorgebrachte Aufforderung an die Verwaltung, in der Wilhelmstraße für eine Überquerungshilfe in Höhe des alten Eingangs des St.-Bonifatius-Hospitals zu sorgen, immer noch nicht in die Tat umgesetzt worden sei.

Erhard Süß, Fachdienstleiter Recht und Ordnung, verwies darauf, dass der Einbau der Rotlichtüberwachungsanlage in Kürze erfolge. „Auch wir hätten es gerne gesehen, wenn der Einbau seitens der beauftragten Firmen schon längst erledigt worden wäre“, betonte Süß. In puncto Überquerungshilfe machte er deutlich, dass man dafür eine Grundstücksfläche des Krankenhauses benötige.

Unmut gab es im Ausschuss auch darüber, dass die Stadt nicht in der Lage sei, vor dem Bahnhof das Aussteigen vor allem von gehbehinderten Menschen zu ermöglichen. Bernhard Teschke: „Im Gegensatz zu anderen Bahnhöfen geht das nur in Lingen nicht.“ Auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Klaus Flachmann (CDU) kam man überein, gemeinsam mit dem Bau- und Planungsausschuss einen Ortstermin durchzuführen, um eine Lösung zu finden.

Vorgestellt wurden die Empfehlungen der Verkehrsunfallkommission, um Unfallschwerpunkte zu entschärfen. Dabei handelt es sich um den Kreisverkehr Frerener Straße/Josefstraße/Kiesbergsttaße, die Haselünner Straße/Abfahrt von der Umgehungsstraße aus Richtung Nordhorn, die Abfahrt von der Umgehungsstraße aus Richtung Meppen auf die Rheiner Straße und die Ecke Waldstraße/Schwarzer Weg. Beim letztgenannten Unfallschwerpunkt schlug die Kommission vor, die Griffigkeit der Fahrbahn wiederherzustellen, da fünf von sieben Unfällen auf nasser Fahrbahn passiert waren.

Michael Fuest (Grüne) fragte, ob es zulässig sei, dass der Radweg von der Stadt zum Gauerbach parallel zur Lengericher Straße von Kleinkrafträdern befahren werden dürfe. Süß verneinte dies. Jetzt soll die Polizei gebeten werden, hier häufiger zu kontrollieren.

In der Einwohnerfragestunde erläuterte Frank Neubert aus Damaschke seine Vorschläge, um die Verkehrssicherheit im Bereich der Fußgängerampel an der B213/Droste-Hülshoff-Straße/Tulpenweg vor allem im Interesse der Kinder zu verbessern. Der Druckknopf zur Betätigung der Ampel befinde sich gefährlich nahe an der viel befahrenen B 213, erklärte Neubert. „Die von mir vorgeschlagenen Maßnahmen würden circa 3000 Euro kosten“, erklärte der Bürger. Der Verkehrsausschuss will das Thema ausführlich erörtern.

Heinz Feldmann, Schriftführer der Seniorenvertretung, wartete mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf. Außerdem bat er darum, an der Einmündung der Lengericher Straße in die Georgstraße mithilfe eines Hinweisschildes Radfahrer über die Georgstraße hinweg zur Ludwigstraße und weiter Richtung Feldstraße/Bahnunterführung zu leiten, damit sie am besten zur Innenstadt gelangen könnten. Im Übrigen wunderte sich Feldmann darüber, dass die relativ neue Verbindungsstraße zwischen der Lengericher Straße und der B 214 entlang des Gauerbachs schon jetzt Risse aufweist.

Zum Bericht der Lingener Tagespost

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